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Baden-Baden entstand Jahrhunderte vor Christus als Keltische Ansiedlung. Totenhügel und Niederlassungen, sogar einige Ortsnamen lassen auf keltische Ansiedlungen schliessen. Werkzeuge und Waffen aus Eisen und Erz wurden gefunden. Die heissen Quellen waren den ersten Bewohnern bekannt und wurden genutzt. Nach den Kelten kamen östliche Volksstämme, dann Cimbern, Teutonen und Germanische Völker.
Nachdem die Römer den kriegerischen Geist der am Oberrhein herrschte gebrochen hatten, eine Militär Grenze zur Sicherung ihrer Eroberungen gezogen hatten kehrte Ruhe in dieser Gegend ein. Wälle, Mauern, Kastelle und Türme wurden errichtet, Heerstrassen angelegt. Die heissen Quellen und auch die ganze Umgebung, mit seinen Höhen und seinen Bergvorsprüngen lockte die Römer an. Es war schon vor Trajan eine Militärstation. Dieser Kaiser erweiterte die Militärstation und legte Bäder nach Römischem Stil an. Hadrian und Antonin (117-138) erweiterten und verschönten die Bäder und Gebäude.
Erst im ersten Jahrhundert belegen Überlieferungen das Bestehen von Baden-Baden als römische Militärstation, Civitas aquensis unter Kaiser Marcus Aurelius Caracalla als Stadt Aurelia aquensis. Unter Kaiser Caracalla entstanden die grossartigen Bäder mit ihren prächtigen Bauten. Im Bäderviertel entfaltete sich Reichtum und Pracht, die wir heute nur noch erahnen können. Das war die erste Blütezeit des Bäderviertels als vorgeschobener Posten römischer Kultur.
Markgraf Christoph I. verlegte 1479 seine Hauptresidenz in das Neue Schloss auf dem Florentinerberg. Baden-Baden wurde dann mit einer Stadtmauer umgeben und 1507 eine Bäder - und Herbergswesenordnung erlassen, die erste Art von Kurtaxe, den „Badpfennig“. Die Söhne Bernhard und Ernst treten das Erbe an und es entstand 1534 die Linie Baden-Badener Markgrafen. Während des Dreißigjährigen Krieges 1618 bis 1648 waren Notzeiten für die Bevölkerung. Am 24. August 1689 steckten die Soldaten Ludwigs XIV. unter dem General Duras die Stadt in Brand. Fast die gesamte Altstadt und das Bäderviertel wurden zerstört. Nur langsam erholte sich die Stadt von diesem schweren Schlag.
Dem aufstrebenden Baden-Baden wurde der Raum zu eng. Die mittelalterlichen Türme musste weichen. Das Ooser Tor mit Turm wurde 1813 abgerissen, das Gernsbacher Tor folgte 1821, ebenso Turm und Mauer gegenüber dem heutigen Grossherzoglichem Amtshaus an der Ecke Sophienstrasse - Promenadenplatz. Auch die gesamte Stadtmauer verschwand. Der so gewonnene Raum hat Platz geschaffen für neue Strassen und Prachtgebäude, die Gasthäuser wurden eleganter und geräumiger. Es entstanden wunderbare Anlagen. Baden-Baden wurde so ein elegantes Luxusbad, die vornehme Welt Europas traf sich hier. Engländer, Franzosen und Russen kamen vermehrt, den hier war eine Eleganz, ein Luxus, wie er in den damaligen Metropolen der Welt nicht besser sein konnte.
Vornehme Russen und Franzosen kamen mit Vorliebe nach Baden-Baden. Im Sommer 1814 kam Kaiserin Elisabeth von Russland, die Königin Frederike von Schweden und die Königin Karoline von Bayern, letztere zählte mit ihrem Mann König Max Joseph von Bayern zu den ständigen Kurgästen. Grossherzog Leopold hatte eine besondere Vorliebe für Baden-Baden. Er liess das Schloss renovieren und prachtvoll ausstatten. Die Anwesenheit ihrer Majestäten des deutschen Kaisers und der Kaiserin zur Frühjahrs- und Herbstsaison in den 40er Jahren verlieh der Stadt einen besonderen Glanz.
1850 kam Kaiserin-Königin August, Prinzessin von Preussen zum erstenmal in die Bäderstadt.
1860 weilten ihre Königlichen Hoheiten Grossherzog und Großherzogin, Prinz Wilhelm von Baden, Napoleon III., Kaiser der Franzosen, Prinzregent und Prinzessin von Preussen, die Könige von Bayern, Sachsen, Hannover und Württemberg, die Grossherzöge von Hessen, von Sachsen-Weimar, die Herzöge von Nassau und Sachsen-Koburg-Gotha, der Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen, Fürst und Fürstin Fürstenberg und viele andere
Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Baden-Baden mit seinem Bäderviertel zur Sommerhauptstadt Europas. Nach 1870 wurde es mit dem deutsch-französischem Krieg wieder ruhiger in Baden-Baden und dem Bäderviertel. Unter Grossherzog Friedrich I. blüht Baden-Baden wieder auf.
Der Grossherzog hat viel für Baden-Baden getan. Das Friedrichsbad, das Augustabad, das Landesbad, das Inhalatorium, sowie Kurhaus und Trinkhalle wurde wurden unter seiner Herrschaft erbaut.
Da Baden-Baden im Ausland grosses Ansehen genoss, kam es 1872 zu einer Vereinbarung, das der Staat den Badebereich übernahm.
Heute ist das Bäderviertel um Caracalla-Therme und Friedrichsbad einer der Mittelpunkte der Stadt. Das Bäderviertel ist Mittelpunkt des Gesundheitsangebots mit seinen heißen Quellen. Hotels, Pensionen mit ihrem vielfältigen Angebot, ein breitgefächertes Gastronomieangebot, Einkaufsmöglichkeiten, Fussgängerzone, Spazier- und Wanderwege gehören zum unverwechselbaren Flair des Bäderviertels. Hier kann der Gast das Besondere der Stadt erleben und geniessen.
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